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Antrag auf Verlängerung des Projekts

Im Fall einer geplanten Projektverlängerung, also eines Fortsetzungsantrags, ist in jedem Fall die Verwaltung einzubeziehen, bevor Sie die Verlängerungbeim Fördermittelgeber beantragen. Ein Folgeantrag bedeutet dagegen, dass ein auf Grundlage Ihres Projekts aufbauendes neues Vorhaben finanziert werden soll. Auch hier ist vorab eine Drittmittelanzeige zu erstellen, denn so sind Sie und die Hochschule auf der sicheren Seite, dass alle notwendigen Aspekte berücksichtigt wurden. Dies betrifft nicht nur die Beantragung von Sachmitteln, sondern insbesondere auch Anträge auf Personalmittel. Denken Sie unbedingt daran, hier ebenfalls an die Personalabteilung Ihrer Hochschule heranzutreten.

Abschluss des Projekts

Es empfiehlt sich, nicht nur die Projektergebnisse zu publizieren, sondern diese auch im Rahmen eines Workshops oder einer Tagung der Öffentlichkeit vorzustellen. Diese/r muss mit entsprechendem Vorlauf geplant werden.

Bereiten Sie den Abschlussbericht für den Förderer rechtzeitig vor. Beachten Sie insbesondere, dass der Abschlussbericht i.d.R. zwei bis drei Monate nach Projektende abgegeben werden muss und Projektmitarbeitende aufgrund auslaufender Verträge ggf. nicht mehr an der Hochschule beschäftigt sind. Stellen Sie sicher, dass alle relevanten Informationen in der Hochschule dokumentiert sind. Hierzu sollten Sie einige Monate vor Projektabschluss ein Treffen einplanen, in dem ein vorläufiges Fazit der gemeinsamen Zusammenarbeit und der Projektergebnisse gezogen und die Schwerpunkte des abschließenden Berichts besprochen werden.

Für die Endabrechnung sind rechtzeitig die Verantwortlichkeiten zu klären und die zuständige/n Verwaltungsperson/en einzubeziehen.

Nach Projektende: Umgang mit Forschungsdaten und Wissen

Die Dokumentation von Projektdaten und die Nachhaltigkeit von Projektergebnissen sind ein wichtiges Thema für Hochschulen und Wissenschaft: Informieren Sie sich rechtzeitig an unserer Hochschule oder beim Förderer über die Fristen und Aufbewahrungsformen folgender Datentypen:

1) Verwaltungstechnische Projektdaten (z.B. Belege, Rechnungen, Timesheets) müssen für den Förderer aufbewahrt werden, die Aufbewahrungsfrist kann bis zu dreißig Jahre betragen. Es ist dementsprechend sicherzustellen, dass die Dokumente über einen langen Zeitraum lesbar bleiben (in Papier- und/oder digitaler Form).

2) Empirische Daten, die im Forschungsprojekt gewonnen wurden (z.B. Transkriptionen, statistische Datensätze), sollen nach Vorgabe mancher Wissenschaftsorganisationen möglichst für andere Forschungsprojekte aufbereitet werden. Neben der Aufbereitung zur „Zweitverwertung“ (Sekundäranalysen) gibt es auch hier Vorgaben zur Aufbewahrung von erhobenen (Original-)Daten.

Vergessen Sie nicht, dass auch die Abwicklung und/oder Weiterführung von Websites, Datenbanken, Blogs (insbesondere deren weiterführende Finanzierung) u.Ä. rechtzeitig vorher bestimmt werden. Diese Überlegungen beziehen sich auch auf das Wissen, das in Ihrem Projekt generiert wurde: Wenn beispielsweise im Projektverlauf bestimmte Instrumente oder technische Tools entwickelt oder neue Apparate eingesetzt wurden, wäre ein angemessener Wissenstransfer wünschenswert. Geeignete Personen sollten entsprechend rechtzeitig angelernt werden, mit diesen Tools, Instrumenten oder Apparaten umzugehen bzw. diese entsprechend einzusetzen oder weiterzuentwickeln, so dass gewonnenes Wissen und mühevolle Entwicklungsarbeit nach Projektende nicht verloren gehen.

Haben Sie Fragen zum Projektabschluss?

Sie können sich gerne dem Anliegen entsprechend an die Personal- oder Haushaltsabteilung unserer Hochschule wenden!